Was haben Klaus Nomi, Bootsy Collins, Elektronik der Wiener Schule und Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam?

Beim ersten Hören von e-magic flute könnte man meinen, all diese Ingredienzien zu einer einzigen kompakten Neudefinition verzahnt zu erleben. Und das ist gar nicht so weit von den Tatsachen entfernt.

e-magic flute ist die elektronische Version von Mozarts Singspiel „Die Zauberflöte“. Das klassische Orchester begegnet dem Sequenzer und der Rhythm Section, die Soloparts übernehmen Countertenor, Mädchenstimmen und so ausgefallene Instrumente wie mallorquinischer Dudelsack oder böhmische Glasharfe.

Steht bei der Ouvertüre noch die originale Partitur unangefochten im Vordergrund, verwandelt sich der Sound bis zum Finale zu einem elektronischen Teppich, in den nur mehr verfremdete Zitate einzelner Arien-Themen eingewoben sind. Eine Reise durch die Epochen reduziert Musik auf ihren Kern, verdeutlicht Unterschiede und verbindet Gemeinsames.

Pogo Kreiner, Ideengeber und künstlerischer Kopf des Projekts, ist Komponist, Musiker und Produzent in Wien. Neben der Zusammenarbeit mit Künstlern wie Richard Dorfmeister, Nigel Hayes, Frankie Valentine, Celia Mara und Yellow zählt er mit seinem Projekt Madrid de los Austrias (MDLA) zu den aktuell erfolgreichsten österreichischen Künstlern der internationalen Elektronik-Szene.

Die Idee hinter MDLA – die Verbindung von traditioneller andalusischer Volksmusik mit den Sounds und Beats der Elektronik-Welt – dient auch als Grundlage für die Verwirklichung der e-magic flute, in der Klassik im Geiste W.A. Mozarts auf Electronica trifft.

Eingespielt vom Vienna Sound Orchestra unter der Leitung von Azzi Finder und im Studio nachbearbeitet, konnte das Projekt auch bereits mehrfach in großer Besetzung auf die Bühne gebracht werden: Sinfonieorchester, Pogo Kreiner an der E-Gitarre, Jozej Stickar an den Keyboards, Alexander Machat am Bass und Diana Lueger (auch bekannt als die charismatische Frontfrau der Wiener Band „Zweitfrau“) am Schlagzeug, ergänzt vom erst 8-jährigen japanisch-österreichischen Stimmwunder Mai Leeb aus dem Wiener Mädchenchor sowie dem Tenor mit Musical-Vergangenheit Reinwald Kranner als Solisten. So zum Beispiel für die internationale TV-Produktion „24HoursMozart“ und beim ASEM-Ministertreffen 2006 in der Wiener Hofburg (siehe auch LIVE).

Die Titel „vorspiel“, „tamino“ und „koenigin der nacht“ sind ein Auftragswerk von WIENER MOZARTJAHR 2006.